WWF and SmappeeSolarstrom und Energieeffizienz sind entscheidende Faktoren für die nachhaltige Zukunft unseres Planeten. Um der Politik und anderen Organisationen den Weg zu ebnen, startete der WWF im Jahr 2016 das WWF Upfront-Programm. Dieser aus drei Phasen bestehende Plan soll die Energieeffizienz der WWF-Büros erhöhen und sie nach und nach mit erneuerbarer Energie versorgen. Im ersten Schritt soll Monitoring, mit Hilfe eines Smappee Energiemonitors, Energieeffizienz erzielen. Smappee liefert die notwendigen Einblicke in den Energieverbrauch, um geeignete Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Der zweite Schritt besteht in der Senkung des Energieverbrauchs. Die am Upfront-Programm teilnehmenden Büros haben erkannt, dass sie ihren Energieverbrauch durch Verhaltensänderungen um bis zu 50 Prozent senken konnten und generierten jährliche Einsparungen in Höhe von mehreren Tausend Dollar. Mit Hilfe technischer Verbesserungen (der Installation von energieeffizienteren Geräten) sind weitere Einsparungen möglich. Im dritten Schritt wird untersucht, inwieweit erneuerbare Energien genutzt werden können. Genauer gesagt prüft ein Team von Energieexperten, ob PV-Anlagen installiert werden können. Für den WWF sind dies starke Beispiele, um andere davon zu überzeugen, seinem Vorbild zu folgen.

Energieeffizienz beginnt mit Energiemonitoring.
Der WWF hat sich zum Ziel gesetzt, exemplarisch zu zeigen, wie eine Organisation ihren Einfluss auf den Klimawandel reduzieren kann. Durch die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Büros, möchte die Organisation ihre weltweite Energiebelastung verbessern und Systeme für erneuerbare Energien in ihren Büros oder deren Umgebung installieren. „Aus diesem Grund haben meine Kollegen und ich das WWF Upfront-Programm gestartet“, erklärt Jean-Philippe Denruyter, Manager für angewandte Energielösungen beim WWF. „Mit Hilfe von Eric Bush von der Topten-Organisation (topten.info) haben wir ein Verfahren entwickelt, um Büros bei Effizienzmaßnahmen zu unterstützen. Eric schlug zunächst ein Energie-Audit vor, das mit einem Smappee-Energiemonitor erfolgen sollte. Und so habe ich die zahlreichen Vorteile von Smappee entdeckt. Der Monitor ist leicht zu installieren, Sie können sowohl Strom als auch Solarenergie überwachen, und er ist einfach zu bedienen – nicht nur für Technikfreaks, was bei anderen Geräten nicht immer der Fall ist. Eine erschwingliche Lösung, auch für multinationale Organisationen mit zahlreichen Büros, wie unsere, die die Erzeugung von Solarstrom sowie die Energieeffizienz verfolgen und steuern wollen. Das geht sowohl vor Ort als auch zentralisiert. Außerdem können wir unseren Mitarbeitern auf diesem Weg den ansonsten unsichtbaren Energieverbrauch verdeutlichen. Nur wenige Leute lassen den Wasserhahn laufen, wenn sie aus der Küche gehen, aber viele lassen das Licht an, wenn sie das Zimmer verlassen, obwohl die Verschwendung im Prinzip dieselbe ist. Nur eben weniger sichtbar. Mit Smappee sehen die Kollegen sofort die Auswirkungen ihrer Verhaltensweisen, beispielsweise, wenn sie die Temperatur der Klimaanlage höher stellen. Das macht viel aus, wenn man jemandem Energieeffizienz ins Bewusstsein bringen möchte.“

Energiemonitoring ist nur der erste Schritt des dreistufigen Ansatzes des WWF. Im zweiten Schritt wird eine Energieeffizienzwoche organisiert, in der die gesammelten Einblicke zur Senkung des Energieverbrauchs genutzt werden. Technische Verbesserungen werden vorgeschlagen und die Auswirkungen der Effizienzmaßnahmen werden überwacht. Das Personal wird in Bezug auf Verhaltensänderungen und Energiemanagement geschult. Die Smappee-Daten werden schlussendlich zur korrekten Berechnung des Bedarfs an Solarenergie verwendet. Denn um Solarenergie installieren zu können, muss der exakte Energieverbrauch des Büros zu jedem beliebigen Zeitpunkt bekannt sein. Vor allem, wenn die Behörden die Einspeisung von Solarstrom ins Netz nicht zulassen. In diesem Fall geht sämtlicher, nicht vom Büro verbrauchter Solarstrom verloren.

WWF und Smappee

 

Eine globale Lösung für verschiedene lokale Situationen.
Jedes Büro hat seine Eigenheiten und spezifischen Bedürfnisse. Die Gesetzgebung vor Ort behindert möglicherweise Solarenergie oder Energieeffizienz. Wenn die Einspeisung von Solarstrom ins Netz nicht zulässig ist, muss der Strombedarf des Büros genau bekannt sein, bevor eine PV-Anlage installiert wird. Niedrige Strompreise wirken sich auf die Effizienz der auf dem Markt erhältlichen Geräte aus.

Auch das Klima beeinflusst Entscheidungen im Bereich Effizienz. In tropischen Regionen konzentriert sich Energiemonitoring und -management auf Strom, weil Gas häufig nicht verwendet wird. So erklärt Denruyter: „In tropischen Ländern besteht die größte Herausforderung in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, die 70 bis 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmachen kann. Zu Effizienzlösungen gehören bessere Temperatureinstellungen, Isolierung und effizientere Geräte.“ In westlichen Ländern hat der HLK-Bereich meist einen geringeren Einfluss auf den Stromverbrauch, weil Gas zum Heizen verwendet wird. Zentrale Heiz- und Kühlsysteme für Bürogebäude begrenzen die Optionen für individuelle Verbesserungen und erfordern eine gute Absprache mit der Gebäudeverwaltung.

Es ist eindeutig kein Kinderspiel, einen Ansatz mit Instrumenten zu entwickeln, die weltweit einsetzbar sind. „Dies war auch eine der Stärken von Smappee: Das Gerät kann in fast jedem Büro weltweit installiert werden, und die Daten stehen über iPhone oder Android und PC zur Verfügung“, schließt Denruyter.

Bis zu 50 Prozent Energieeinsparung in einer Woche.
Immer mehr WWF-Büros nehmen am WWF Upfront-Programm teil, und die Ergebnisse sind erstaunlich. WWF Myanmar war als erstes Büro am Programm beteiligt. „Die Klimaanlage stellte sich als Hauptproblem heraus. Anstatt die Mitarbeiter zu bitten, die Klimaanlage nicht einzuschalten, baten wir sie, über ihre Verwendung nachzudenken und einfache Maßnahmen zu ergreifen, um die Effizienz zu verbessern. Zum Beispiel sollten sie die Türen zwischen den Räumen geschlossen halten, die Mindesttemperatur auf 26 Grad anheben, die Klimaanlage morgens etwas später ein- und nachmittags, wenn es abkühlt, etwas früher ausschalten“, sagt Denruyter. „Dies hatte zur Folge, dass wir trotz höherer Temperaturen und mehr Personal im Büro – zwei Faktoren, die die Verwendung der Klimaanlage stark beeinflussen – in dieser Woche dennoch Energie sparen konnten.“

Das Büro in Ha Noi (Vietnam) stieß kurz darauf zum Programm hinzu. Vietnam hat generell einen starken Anstieg des Stromverbrauchs zu verzeichnen und plant den Bau neuer Steinkohlekraftwerke. Das WWF-Büro wollte beweisen, dass eine Senkung des Energiebedarfs möglich ist. So erklärt Denruyter: „Wir haben den Energieverbrauch der Geräte erfasst, standen beratend zur Seite und testeten Verbesserungen bei der Verwendung von Geräten. Während der Energieeffizienzwoche hatte jeder Zugang zur Smappee-Webseite und zur App. Hier sieht man sowohl den Echtzeitverbrauch des Büros als auch andere Informationen. Wir stellten fest, dass 30 Prozent der Energie des Büros, und im Sommer sogar 50 Prozent, auf die Klimaanlage entfielen, sowie fast 20 Prozent auf Gefrierschränke und Wasserspender. Dank Smappee konnten wir exakt berechnen, dass wir 28 Prozent Energie im Laufe der Woche eingespart haben, indem wir Geräte wie Wasserspender nachts ausschalteten und die Gewohnheiten bei der Verwendung der Klimaanlage änderten.“ Die positiven Erfahrungen reißen nicht ab. Während der zweiten Energiewoche in Vietnam, dieses Mal im Hue-Büro, betrug die Energieeinsparung 50 Prozent.

Energieeinsparungen dank Einblicken in den Verbrauch.

WWF und Smappee

„Die größte Herausforderung besteht darin, auch langfristig Einsparungen zu erzielen“, so Denruyter. „Wir arbeiten mit unterschiedlichen Methoden daran. Dank der Smappee-Plattform überwache ich den Energieverbrauch aus der Ferne. Und ich kann Empfehlungen erarbeiten, zum Beispiel Ziele bei der Senkung des Energieverbrauchs, Geräte auszutauschen oder eine Solaranlage zu installieren. Aber die Büros müssen auch ihren Beitrag leisten. Das Büro in Brüssel zeigt die Smappee-Ergebnisse auf einem Bildschirm im Eingang an, so dass die Mitarbeiter ständig an die Bedeutung von Energieeinsparungen erinnert werden. In jedem mit Smappee ausgerüsteten Büro haben die Mitarbeiter Zugang zu den Smappee-Daten, als eine ständige Erinnerung daran, über ihre Gewohnheiten beim Stromverbrauch nachzudenken. Das Büro in Hue, das seinen Energieverbrauch um 50 Prozent während der Energieeffizienzwoche gesenkt hat, erstellt jeden zweiten Monat einen Smappee-Bericht, um die Kollegen an ihren Energieverbrauch zu erinnern. Die Büros des WWF Upfront-Programms könnten Wettbewerbe einführen, um zu sehen, wer dank der Smappee-Daten am meisten Energie spart. So könnte das Stromsparen auch weiterhin Spaß machen und die Mitarbeiter zum Weitermachen motivieren.“

Der WWF ergreift auch auf globaler Ebene Maßnahmen. Die Organisation stellt derzeit Ziele für 2020 auf, um ihren Energieverbrauch zu senken und die Verwendung von Solarstrom anzuheben. Langfristig beabsichtigt der WWF, dass jedes Büro über seinen Energieverbrauch auf Grundlage der Smappee-Daten Bericht erstattet und ein jährliches Ziel zur Senkung des Stromverbrauchs aufstellt, um weitere Verbesserungen zu fördern.

 


 

WWF and Smappee

Kunde. World Wide Fund for Nature (WWF)
Land. Weltweit
Industrie. NRO, mehrere Standorte

Profil.
Der WWF ist eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt, mit einem Netzwerk von Büros in über 60 Ländern. Das Internationale Sekretariat hat seinen Sitz in Gland (Schweiz). Der WWF konzentriert sich auf die Schaffung einer Zukunft, in der der Mensch im Einklang mit der Natur lebt, durch Wahrung der biologischen Vielfalt, verantwortungsbewusste Nutzung erneuerbarer Rohstoffe und Begrenzung der Verschmutzung.

Herausforderung.
Die Organisation wollte ihre Energiebelastung durch Steigerung der Energieeffizienz ihrer Büros weltweit verbessern und Systeme für erneuerbare Energien in ihren Büros oder der Umgebung installieren. Dies erforderte eine maßgeschneiderte Monitoringlösung für die verschiedenen Büros, da ein Standort in Europa ganz andere Bedürfnisse als ein Büro in tropischen Ländern hat. Außerdem musste die Lösung benutzerfreundlich sein, da die Nutzer nicht zwangsläufig Energieexperten sind.

Lösung.
Der WWF hat das WWF Upfront-Programm gegründet, um seine eigenen Büros effizienter zu machen und sie nach und nach mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Einerseits wird ein Smappee-Energiemonitor installiert, um den Energieverbrauch dank des deutlichen Überblicks in der Smappee-App zu senken. Andererseits werden Solaranlagen überall dort installiert, wo dies möglich ist, um die Büros mit erneuerbarer Energie zu versorgen.

Ergebnisse.
- 10 Büros ausgestattet mit Smappee, weitere stehen an.
- 18 Büros ausgestattet mit PV-Anlagen (siehe wwf.eu/solar).
- Gleichbleibend gute Ergebnisse bei der Senkung des Energieverbrauchs, zum Beispiel sparte ein Büro in Vietnam 50 Prozent Energie.
- Laufende Einblicke in den Energieverbrauch und Verbesserung der Energieeffizienz für Mitarbeiter.
- Büros können mehrer Tausend Dollar pro Jahr sparen, indem sie die Klimaanlage seltener einschalten, ihr Verhalten ändern und Standby-Strom ausschalten.


     Warum Smappee?

     - Benutzerfreundlich, nicht nur für Technikfreaks.
     - Kostengünstige Lösung für Einblicke in den Energieverbrauch und Steuerung.
     - Kombination von Einblicken in Energie und Solarstrom.
     - Weltweit einsetzbar.
     - Datenzugang weltweit über PC und Smartphone.
     - Direkter Einblick in den Energieverbrauch und die Auswirkungen des Energieverhaltens jedes Einzelnen.
     - Langfristige Verhaltensänderung dank des Spaßfaktors, zum Beispiel Wettbewerbe, direkte Auswirkung sichtbar.