Arne Van Acker SmappeeWie schöpfen unsere Smappee-Nutzer die Vorteile ihres Smappee-Geräts am besten aus? Wir sind neugierig und haben beschlossen, einige Nutzer nach ihren Erfahrungen zu fragen und sie zu bitten, diese mit uns zu teilen. An dritter Stelle kommt der belgische Industrietechnik- und IT-Student, Arne Van Acker, der die Einblicke dank den Einzelgerätenachweisen von Smappee für Investitionen in verschiedene Veränderungen im Haushalt nutzt.

Stellen Sie sich kurz vor.

Ich studiere Ingenieurwissenschaften in der Fachrichtung Informatik und interessiere mich leidenschaftlich für erneuerbare Energien. Neben meinem Studium beschäftige ich mich im Selbststudium mit verschiedenen Energiesystemen und Microgrids. Im Juni 2016 habe ich zu Hause einen Smappee Solar eingebaut. Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern, die ein freistehendes Haus haben und bei denen es einige Großverbraucher wie ein Elektroauto, einen Swimmingpool und eine Wärmepumpe gibt. Als ich im Laufe des Jahres in eine eigene Wohnung gezogen bin, habe ich mir gleich einen neuen Smappee bestellt. Mittlerweile habe ich sogar ein drittes Exemplar bestellt, und zwar für meine Schwiegereltern. Da der Smappee in meinem Elternhaus am längsten aktiv ist, sind die Daten dieses Geräts auch am aussagestärksten.

Was hat Sie zum Kauf des ersten Smappee Energiemonitors bewegt?

Wir hatten zu Hause schon seit Längerem eine Solaranlage auf dem Dach und trotzdem blieb die Stromrechnung außergewöhnlich hoch. Um herauszufinden, woran dieser hohe Stromverbrauch lag, habe ich mich nach einfachen Systemen umgesehen, mit denen man den Verbrauch messen kann. Da der Smappee Energy einzelne Geräte erkennt, fiel er mir sofort auf. Das Prinzip von Smappee ist um vieles kosteneffizienter als ein System mit Dutzenden Messfühlern, die einzeln befestigt werden müssen.

Wie hat Smappee Ihnen geholfen, diese Stromfresser in den Griff zu bekommen?

Aufgrund der detaillierten Daten, die der Smappee Energiemonitor gesammelt hatte, konnten wir sehr zuverlässig den Zeitpunkt der Kostendeckung bestimmter Investitionen berechnen:

1) Dank der Geräteerkennung von Smappee haben wir herausgefunden, dass der Warmwasserverbrauch im Badezimmer jährlich rund 500 Euro kostete, und das fast unabhängig von der verbrauchten Wassermenge. Sogar wenn niemand zu Hause war, wurde ein Verbrauch von etwa 5 kWh pro Tag registriert. Der alte (vergessene) Elektro-Boiler musste daher weg.

2) Dank des Smappee Gas & Water konnten wir auch Unregelmäßigkeiten beim Wasserenthärter feststellen und haben wir den auch ausgetauscht.

3) Wir haben ebenfalls festgestellt, dass der Heizungskreislauf bedeutend energiesparender und günstiger wäre, wenn wir ihn an einen Solarboiler koppeln würden. So könnten wir unsere Solarenergie optimal nutzen, weil wir den Stromüberschuss in Wärme umwandeln könnten.

Wie wirken sich diese Investitionen auf die Stromrechnung aus?

Ohne Smappee wäre es so gut wie unmöglich gewesen, den Nutzen dieser Investitionen zu bestimmen. Wir gehen jetzt davon aus, dass die nächste Stromrechnung, also für den Zeitraum Juni 2017 bis Juni 2018, eine Rückzahlung beinhalten wird und der Stromverbrauch um über 50 Prozent gesunken sein wird. Das beruht natürlich auf Schätzungen. Zuerst muss noch der Solarboiler installiert und der weitere Verlauf beobachtet werden, um diese geschätzten Einsparungen präzisieren zu können. 

Verwenden Sie auch die Komfort-Stecker?

Ja, ich mache regen Gebrauch von diesen Komfort-Steckern, um die Großverbraucher je nach Solarertrag ein- oder auszuschalten. In Zeiten mit wenig Sonnenenergie schalte ich Geräte aus. In sehr sonnigen Zeiten schicke ich den Überschuss an die Großverbraucher. Auf diese Weise ist es mir sogar gelungen, die Nutzung meiner Tesla Powerwall zu optimieren und den Gewinn dieser Investition zu steigern. Ich bin gerade dabei, ein kleines Programm zu entwickeln, das aufgrund der Messdaten von Smappee die Ladezeit des Elektroautos anpasst. All diese Punkte zusammengenommen ergeben eine niedrigere Stromrechnung und eine Steigerung des Eigenverbrauchs unseres Solarstroms: Die automatische Anpassung des Verbrauchs, von der verfügbaren Menge an Sonnenenergie abhängig.

Was schätzen Sie an Smappee am meisten und was könnte Ihrer Meinung nach noch verbessert werden?

Die präzisen Echtzeit-Messdaten stellen eine wahre Goldmine dar und bieten eine praktische Grundlage, um sowohl den Leerlaufverlust zu verringern als auch die Großverbraucher nur dann zu nutzen, wenn genügend Solarenergie vorhanden ist. Ich bin mit der Funktion des Smappee äußerst zufrieden. Die Geräteerkennung verläuft nicht ganz fehlerfrei. Gerade bei gleichartigen Kleingeräten kann das schwierig sein, aber überwiegend regelmäßige und/oder große Stromverbraucher werden äußerst präzise erfasst.

Die Installation ist ein etwas heikler Punkt, finde ich. Personen, die sich mit Elektrik kaum oder gar nicht auskennen, rate ich von der Installation ab, vor allem von einer dreiphasigen Solar-Installation. Mir gelingt die Installation inzwischen in etwa 20 bis 30 Minuten, aber ein Laie wird sich nicht so leicht an die Montage im Schaltkasten wagen.

Haben Sie Tipps, die Sie gern mit anderen oder neuen Smappee-Benutzern teilen möchten?

Ich empfehle Neubenutzern, die Daten anfangs nicht ständig zu einzusehen, weil man ansonsten den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Smappee hat nach einer Woche bereits eine ganze Reihe von Geräten erfasst und dann ist es leichter, Schlussfolgerungen zu ziehen. Danach ist es allerdings wichtig, die App regelmäßig einzusehen. Veränderungen in Ihrem Haushalt können sich manchmal sehr überraschend auf den Stromverbrauch auswirken.

Arne Van Acker Smappee