Smappee-Monitor stellt versteckte leckagen fest und macht schluss mit explodierenden wasserrechnungen

Fast jede fünfte belgische Familie hatte schon einmal eine Wasserleckage in der Wohnung. Das ergibt sich aus einer Umfrage anlässlich der Lancierung des Smappee Gas- und Wassermonitors, eines neuen Monitors neben dem Energiemonitor, der jetzt auch Ihren Gas- und Wasserverbrauch minutiös überwacht. „Als größtes Problem erweisen sich die versteckten Leckagen, die man meist erst auf der Wasserrechnung sieht und die einem leicht Tausende Euro kosten können“, sagt Stefan Grosjean, Gründer von Smappee. „Weggeschmissenes Geld, denn es gibt eine Technik, mit der man seinen Wasserverbrauch leicht über das Smartphone überwachen und versteckte Leckagen schnell entdecken kann.“ 


Smappee hat in Zusammenarbeit mit iVOX 1.000 Belgier befragt, ob sie schon einmal eine Rohrleckage im Haus hatten. 17 Prozent beantworteten diese Frage positiv. Die Kosten für eine solches Leck können sehr hoch sein: Bei 3,5 Prozent der befragten Haushalte betrugen die Kosten für die Reparatur des Schadens zwischen 100 und 500 Euro. Bei 2,8 Prozent beliefen sich die Kosten für die Reparatur eines Lecks auf über 500 Euro.

„Allerdings ist das nur ein Klacks im Vergleich zu dem Schaden, den ein verstecktes Leck verursachen kann", sagt Stefan Grosjean. „Einen solchen Schaden bemerken die meisten erst, nachdem sie die Wasserrechnung erhalten haben. Das kann Wochen oder gar Monate später sein. Dann können die Kosten bereits enorm in die Höhe geschossen sein. Ein nur zwei Millimeter kleines Loch im Wasserrohr bedeutet einen Wasserverlust von 192 Liter pro Stunde, was in etwa zweimal so viel ist wie der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch einer Person in einem belgischen Haushalt. Ehe man sich's versieht, stehen wegen eines solchen versteckten Lecks ein paar Tausend Euro auf der Wasserrechnung.“

Zehntausende Euro Verlust

Die Wasserwerke bieten Entschädigungsregelungen an, die allerdings meist mit hohen Auflagen verbunden sind. Der Wasserlust aufgrund der Leckage muss beträchtlich sein, also ein Vielfaches der üblichen Wasserrechnung, und meist wird auch nur höchstens die Hälfte des finanziellen Verlusts erstattet.

Zahlen des flämischen Wasserversorgers De Watergroep belegen, dass die flämischen Wasserwerke 2014 bei insgesamt 1.384 Haushalten (etwa 60 Prozent aller Antragsteller) nach einem ungewöhnlich hohen Wasserverbrauch zu einer gütlichen Einigung bereit waren. Die durchschnittliche zugewiesene Kostenerstattung betrug 1.845 Euro. Ausreißer mit über 10.000 Euro kamen bei mehreren Wasserwerken vor. Bei einer gütlichen Einigung belief sich der Betrag sogar auf 32.302 Euro. Bei den Kunden des Antwerpener Wasserwerks Pidpa belief sich der Wasserverlust im vergangenen Jahr nach einem versteckten Leck im Schnitt auf 525 m³: Das ist viermal so viel wie der Jahresverbrauch eines normalen Haushalts. In einigen Fällen waren es sogar mehr als 4.000 m³.

Echtzeitdaten senken die Wasserrechnung

„Wasserverschwendung ist ein riesiges und zugleich komplett unterschätztes Problem“, meint Stefan Grosjean. „Für die Umwelt, aber auch für die eigene Geldbörse. Die Wasserwerke entsenden nur dann einen Mitarbeiter vor Ort, wenn der Wasserverbrauch sehr stark vom normalen Durchschnitt abweicht. Wir raten den Verbrauchern daher, selbst das Heft in die Hand zu nehmen. Damit sie ihren Verbrauch genau verfolgen und dadurch verringern können, um damit Wasser und Geld zu sparen."

Nach der Lancierung des Energiemonitors, mit dem Verbraucher und kleine bis mittelgroße Unternehmen ihren Stromverbrauch kontrollieren können, hat Smappee im März 2016 auch einen Monitor auf den Markt gebracht, der Echtzeitdaten zum Wasserverbrauch liefert.

„Wasser wird nicht nur zunehmend Mangelware. Weltweit steigen auch die Preise für Wasser. Zwischen 2000 und 2014 stieg die Wasserrechnung für einen flämischen Durchschnittshaushalt von 108 auf 357 Euro im Jahr. Außerdem hat man die Regelung, dass die ersten 15 Kubikmeter Wasser pro Jahr kostenlos sind, durch ein progressives Tarifsystem ersetzt: Wer mehr verbraucht, zahlt einen höheren Tarif. Wenn Sie also Ihren Wasserverbrauch perfekt überwachen, können Sie versteckte Rohrleckagen finden, bevor sie Ihre Wasserrechnung sprengen.